In der Affäre um Fördermittel gegen Antisemitismus hat die Berliner CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein Regierungschef Kai Wegner in Schutz genommen. Die Kritik aus der Opposition und vom SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach sei «ein ganz durchsichtiges Manöver» und «Wahlkampfgetöse», sagte sie dem RBB. «Hier wird ganz offensichtlich versucht, aus der Sache politischen Profit zu schlagen», sagte Klein.
Fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus war Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) am Vormittag zurückgetreten. Zuvor hatte der Berliner Landesrechnungshof am Donnerstag die Förderung einer Reihe von Projekten im Bereich der Antisemitismusprävention in Millionenhöhe als rechtswidrig bewertet.
Sie habe «großen Respekt» für die Entscheidung und sei Wedl-Wilson dankbar, dass sie Verantwortung übernommen habe, sagte Klein. Der Rücktritt sei jedoch auch «schmerzhaft», «denn sie war eine gute Senatorin und sie war auch sehr angesehen in der Kulturpolitik.»