Eine Störaktion gegen Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) in Ostbrandenburg hat parteiübergreifend für Entrüstung gesorgt. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) verurteilte den Vorfall und warnte vor weiteren Angriffen auf Politikerinnen und Politiker.
«Solche Einschüchterungsversuche haben nichts mehr mit demokratischem Protest zu tun», schrieb Faeser am Donnerstag in der Plattform X (früher Twitter). «Wir sollten nie vergessen, wo politische Aggression hinführen kann. Der zunehmenden Verrohung müssen sich alle Demokraten entgegenstellen.» Aus Union und SPD im Bundestag gab es Solidaritätsbekundungen mit Göring-Eckardt. Die Brandenburger Grünen zeigten sich empört und sehen zugleich Fragen beim Polizeieinsatz vor Ort.
Nach einer Veranstaltung am Samstag in Lunow-Stolzenhagen, an der Göring-Eckardt teilnahm, hatten Demonstranten das Auto der Grünen-Politikerin bedrängt und sie an der Abfahrt gehindert. Hintergrund und Motive der Demonstranten blieben zunächst unklar.