Der Landeschef der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), Robert Crumbach, hat sich offen für die Prüfung eines AfD-Verbots gezeigt und sich klar von der Partei abgegrenzt. «Inhaltlich ist die AfD völlig inakzeptabel – und im Landesverband gibt es handelnde Personen, mit denen man weder reden kann noch reden darf», sagte Crumbach dem «Nordkurier» aus Neubrandenburg. «Eine Partei, die Anträge stellt, die mit Absicht an die Nürnberger Rassengesetze erinnern, ist kein Gesprächspartner für uns.»
Die AfD-Landtagsfraktion hatte in der vergangenen Woche in einem Antrag ein Betretungsverbot öffentlicher Veranstaltungen für Asylberechtigte, ukrainische Kriegsflüchtlinge, vollziehbar ausreisepflichtige und geduldete Ausländer sowie Asylantragsteller gefordert. Das brachte ihnen Kritik ein, der Antrag erinnere an die Nürnberger Rassengesetze von 1935. Damit verfolgten die Nationalsozialisten vor allem den Zweck, jüdische Staatsbürger zu entrechten.