Kleiner Stimmungsdämpfer für die Berliner Grünen fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September: Das erhoffte größte Parteitreffen aller Zeiten mit Tausenden Mitgliedern kam nicht zustande - gerade mal rund 950 Grüne kamen nach Angaben von Parteichefin Nina Stahr ins Neuköllner Estrel Hotel.
Damit verfehlte die Öko-Partei das Ziel, ihre Landesliste durch alle anwesenden Berlinerinnen und Berliner mit grünem Parteibuch ganz basisdemokratisch zu bestimmen. Denn beschlussfähig wäre eine solche Mitgliederversammlung erst ab 2.625 Teilnehmern gewesen, also 15 Prozent der 18.000 Parteimitglieder in der Stadt. Stattdessen stimmten am Ende nur rund 170 zuvor benannte Delegierte ab, doch viele andere Parteianhänger blieben trotzdem, um den Parteitag zu verfolgen.
«Wir hätten uns mehr gewünscht, hätten gerne eine Mitgliederversammlung gemacht», sagte Stahr der Deutschen Presse-Agentur. «Aber es sind trotzdem so viele gekommen, die Stimmung ist toll.» Das gebe Rückenwind für den Wahlkampf.