Die Berliner AfD zieht mit Spitzenkandidatin Beatrix von Storch in den Wahlkampf für die Bundestagswahl 2025. Auf einem Parteitag in Jüterbog (Teltow-Fläming), der von Gegenprotesten eines Bündnisses gegen Rechts begleitet wurde, votierten am Samstag rund 87 Prozent für die 53-jährige Bundestagsabgeordnete. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag führte die Hauptstadt-AfD bereits 2017 und 2021 in den Wahlkampf. Bei der Bundestagswahl 2021 (inklusive Teilwiederholung 2024) kam die Partei in Berlin auf 9,4 Prozent der Zweitstimmen.
Partei stellt Recht auf Asyl und Einbürgerung infrage
Am zweiten Tage ihres Parteitages am Sonntag erklärte die Berliner AfD die deutsche Migrationspolitik für gescheitert. Um das gesellschaftliche Gleichgewicht und den sozialen Frieden «wiederherzustellen», seien konsequente Maßnahmen zur Begrenzung illegaler Migration nötig, hießt es in einem bei nur einer Gegenstimme beschlossenen Antrag.
Aus Sicht der AfD sollte das individuelle Recht auf Asyl nur unter engen Voraussetzungen gewährt werden. Nötig seien ein effektiver Schutz der Binnen- und EU-Außengrenzen und eine Auslagerung von Asylverfahren in sichere Drittstaaten außerhalb der EU.
Der gesetzliche Anspruch auf Einbürgerung in Deutschland solle zugunsten von Einzelfallentscheidungen abgeschafft werden, heißt es in dem Papier weiter. Gefordert werden zudem der sofortige Stopp von Sozialleistungen für abgelehnte Asylbewerber und ausreisepflichtige Menschen. Die Kapazitäten von Abschiebehaftanstalten und Abschiebegewahrsam in Berlin müssten deutlich erhöht werden.