Mit einer spektakulären Flugblattaktion in Berlin haben Angehörige der von der Terrororganisation Hamas verschleppten israelischen Geiseln an das Schicksal ihrer Lieben erinnert: Von einem Aussichtsballon in der Mitte der Hauptstadt warfen sie am Montag aus 150 Metern Höhe Hunderte Bilder der Geiseln ab mit der Forderung «Bringt sie nach Hause». Ihre Hoffnung: Die Bundesregierung soll über ihre diplomatischen Kanäle den Druck auf Katar und damit indirekt auf die Hamas erhöhen, damit die Menschen frei kommen.
Die Terrororganisation hatte bei dem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 nicht nur etwa 1200 Menschen ermordet, sondern auch etwa 230 Frauen, Männer und Kinder entführt. 105 von ihnen kamen im Zuge einer Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas nach knapp zwei Monaten frei. Das Schicksal der übrigen Geiseln ist unklar. Knapp 100 von ihnen dürften nach israelischen Schätzungen noch am Leben sein. Vor der Flugblattaktion hatten die Angehörigen im Berliner Regierungsviertel eine große Sanduhr aufgestellt mit der Aufschrift: «Die Zeit läuft davon».