Mit den Berliner Philharmonikern befindet sich eines der international führenden Orchester in einem Generationsumbruch. «Ich beobachte diesen Wechsel, für mich ist das nur positiv», sagte der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, am Freitag in Berlin. «Das kann nur bereichernd sein, weil diese junge Motivation gepaart mit der Erfahrung der Kollegen, die schon Jahrzehnte da sind, das ist das, was ein Orchester braucht.» Junge Menschen seien dabei «noch empfänglicher für eine Idee von mir, die vielleicht für Ältere nicht sofort überzeugend ist».
Petrenko verwies auf die basisdemokratische Struktur des Orchesters. «Ich finde das fantastisch. Die Musiker wählen ihre Mitglieder selbst und bestätigen sie auch selbst. Ich werde gefragt nach meiner Meinung und ich gebe sie auch gerne ab. Aber ich überlasse die Entscheidung komplett dem Orchester», so der Dirigent. «Bis jetzt sind wir sehr gut damit gefahren. Ich vertraue dem Orchester, dass sie nicht nur die Besten und auch die aufnehmen, die zu ihnen passen. Nicht nur künstlerisch, auch menschlich.»