Radikale propalästinensische Aktivisten wollen Räume der Berliner Humboldt-Universität so lange besetzen, bis ihre Forderungen erfüllt sind. Am Donnerstagnachmittag wolle man bei einer geplanten Diskussionsveranstaltung mit der Hochschulleitung über eine Verlängerung der Besetzung verhandeln, sagte eine Sprecherin der Besetzer der Deutschen Presse-Agentur.
Die Polizei stand bereit, die Besetzung zu beenden und die Aktivisten hinaus zu bringen, wenn die Universität ihre Duldung nicht über den Donnerstagabend hinaus verlängert und eine Räumung verlangt. Es habe unter anderem auch Sprechchöre mit Palästina-Bezug und teilweise mit verbotenen Inhalten gegeben, teilte sie mit.
Vor dem besetzten Institut für Sozialwissenschaften standen am Donnerstag Polizisten und Demonstranten. Am Gebäude hingen Transparente, unter anderem mit der Aufschrift «Free Palestine». Im Hof hinter einem Zaun standen und saßen einige Dutzend Besetzer, zum Teil mit Palästinensertüchern vermummt. Sie skandierten in Sprechchören «Viva Palästina» und «Yallah Intifada». Intifada bezieht sich auf Serien von Angriffen und Terroranschlägen von Palästinensern in Israel und wird auch als Aufruf zur Gewalt interpretiert.