Der Bürgermeisterkandidat der Linken in Berlin-Neukölln, Ahmed Abed, will sich nicht in die Antisemitismus-Ecke stellen lassen. Es sei nicht antisemitisch, Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzusprechen, sagte er und verwies auf das Vorgehen Israels im Gazastreifen. «Dass dort ein Völkermord stattfindet oder überhaupt große Kriegsverbrechen, das stand schon in jeder seriösen Zeitung.»
Abed weiter: «Also wenn Kritiker mich dafür kritisieren, dass ich auf die Situation in Gaza hinweise, dann kann ich nur sagen: Warum regt es diese Menschen nicht auf? Und warum versuchen sie, die Diskussion durch den Vorwurf des Antisemitismus abzukürzen?» Die jahrzehntelange Besatzungspolitik Israels in den palästinensischen Gebieten dürfe hierzulande nicht länger unterstützt werden, Deutschland sei dem Völkerrecht und der Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet.