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Kurz vor dem 1. Mai: Aggressivere Töne aus der linksradikalen Szene in Berlin

Vor den Demonstrationen am 1. Mai in Berlin gibt es Videos mit aggressiven Aufrufen. (Archivbild) / Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Vor den Demonstrationen am 1. Mai in Berlin gibt es Videos mit aggressiven Aufrufen. (Archivbild) / Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Kurz vor dem 1. Mai zeigen Videos brennende Barrikaden und vermummte Demonstranten; Aufrufe zu Großdemonstrationen in Kreuzberg und Neukölln.

Kurz vor dem 1. Mai und der großen Demonstration am Abend werden die Töne aus der linksradikalen Szene aggressiver. «Jeden Tag 1. Mai Eskalation», heißt es in einem Rap-Video mit einem Demonstrations-Aufruf «Heraus zum 1. Mai». Dazu laufen Bilder brennender Barrikaden, vermummter Demonstranten und Polizisten mit Helm und Ausrüstung. 

In einem zweiten Video auf der Internetseite zu der sogenannten «Revolutionären 1. Mai-Demonstration» sind palästinensische Flaggen, der sogenannte schwarze Block der Linksautonomen und Wasserwerfer der Polizei zu sehen. «Wir müssen unserer Wut über die Zustände Luft verschaffen und Gründe, um wütend zu sein, gibt es mehr als genug», schreibt ein anarchistischer Block an derselben Stelle. 

Mit «Zehntausenden» wolle man am Abend des 1. Mai in Berlin zur jährlich größten Zusammenkunft der radikalen Linken kommen, heißt es. Neben dieser traditionellen Demonstration am Abend in Kreuzberg und Neukölln zieht erneut am Vorabend, am 30. April, eine «queere-feministische» Frauen-Demonstration mit dem Titel «Take back the night» durch Kreuzberg.

Weitere große linke Demos schon tagsüber am 1. Mai

«Es ist an der Zeit, unsere Wut zu nutzen und uns gegen rassistische, queerfeindliche und frauenfeindliche Belästigungen auf unseren Straßen sowie gegen die patriarchale Gesellschaft, die diese schürt, zu wehren», so die Ankündigung.

Weitere große linke Demonstrationen soll es schon tagsüber am 1. Mai geben: im Görlitzer Park als Raveparty gegen die nächtliche Schließung des Parks; im Villenstadtteil Grunewald gegen Kapitalismus, im Treptower Park für den Erhalt der Technoclubs. 

Gewarnt wird auf der Internetseite zum 1. Mai vor einer möglicherweise geplanten Demonstration von Rechtsextremisten in Neukölln. Neonazi-Gruppen würden so eine Veranstaltung organisieren und aus taktischen Gründen erst sehr kurzfristig anmelden wollen, um einen Widerstand zu erschweren.

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