Kurz vor dem 1. Mai und der großen Demonstration am Abend werden die Töne aus der linksradikalen Szene aggressiver. «Jeden Tag 1. Mai Eskalation», heißt es in einem Rap-Video mit einem Demonstrations-Aufruf «Heraus zum 1. Mai». Dazu laufen Bilder brennender Barrikaden, vermummter Demonstranten und Polizisten mit Helm und Ausrüstung.
In einem zweiten Video auf der Internetseite zu der sogenannten «Revolutionären 1. Mai-Demonstration» sind palästinensische Flaggen, der sogenannte schwarze Block der Linksautonomen und Wasserwerfer der Polizei zu sehen. «Wir müssen unserer Wut über die Zustände Luft verschaffen und Gründe, um wütend zu sein, gibt es mehr als genug», schreibt ein anarchistischer Block an derselben Stelle.
Mit «Zehntausenden» wolle man am Abend des 1. Mai in Berlin zur jährlich größten Zusammenkunft der radikalen Linken kommen, heißt es. Neben dieser traditionellen Demonstration am Abend in Kreuzberg und Neukölln zieht erneut am Vorabend, am 30. April, eine «queere-feministische» Frauen-Demonstration mit dem Titel «Take back the night» durch Kreuzberg.