Am Jahrestag des Angriffs der Terrororganisation Hamas auf Israel hat Berlins Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld wachsenden Judenhass beklagt. «Es grassiert eine Welle des Antisemitismus in dieser Stadt», sagte sie bei einer Gedenkveranstaltung des Abgeordnetenhauses. Nahezu täglich gebe es Übergriffe, Sachbeschädigungen oder persönliche Attacken, unter anderem bei propalästinensischen Demonstrationen. «Natürlich darf man in unserer Demokratie gegen israelische Regierungspolitik demonstrieren», so die CDU-Politikerin. «Aber Gewalt darf nie ein Mittel der Auseinandersetzung sein.»
Nach den Worten Seibelds hat sich die Bedrohungslage seit dem Hamas-Angriff auch in Berlin verändert. Das gelte vor allem für hier lebende Jüdinnen und Juden, aber zum Beispiel auch für andere Menschen, die sich mit Israel öffentlich solidarisch zeigten oder Juden in Berlin unterstützten. Klar sei aber: «Berlin steht an der Seite Israels, Berlin steht an der Seite der Israelis.»