Der ehemalige Führungsbunker des DDR-Innenministeriums bei Freudenberg (Märkisch-Oderland) ist am kommenden Wochenende für Besucher zugänglich. «Der Bunker 7001 ist ein Stück DDR-Geschichte zum Anfassen», erklärt Hans-Jürgen Herget, einer der Organisatoren der Führungen. Im Kriegsfall sollte von hier aus das öffentliche Leben der DDR gesteuert werden.
Der Bunker, der 1986 fertiggestellt wurde, besteht aus drei miteinander verbundenen Anlagen und war für 200 Menschen ausgelegt. Er verfügte über etwa 400 Telefonleitungen zu wichtigen Einrichtungen wie Polizei, Nationaler Volksarmee und Staatssicherheit. Die Technikräume und der Ministerraum sind noch gut erhalten.
Zweimal sei der Bunker für Übungszwecke durch den damaligen Innenminister Friedrich Dickel (SED) genutzt worden, berichtet Herget. Eine Besonderheit sei auch, dass der Bunker nur wenige Meter unter der Erde liege und damals den niedrigsten Sicherheitsstatus gehabt habe. «Der Bunker war nicht atombombensicher», so Herget.