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Deutsches Museum gibt Relief zurück an belgische Stadt

Das Deutsche Historische Museum gibt ein Bronzerelief des belgischen Bildhauers Frans Huygelen an die belgische Stadt Dinant zurück. (Archivbild) / Foto: Monika Skolimowska/dpa
Das Deutsche Historische Museum gibt ein Bronzerelief des belgischen Bildhauers Frans Huygelen an die belgische Stadt Dinant zurück. (Archivbild) / Foto: Monika Skolimowska/dpa

Eine Postkarte lieferte den Hinweis: Das Deutsche Historische Museum gibt ein Bronzerelief an die Stadt Dinant zurück. Das Relief gehört zu einem Denkmal in der belgischen Stadt.

Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin gibt ein Bronzerelief zurück, das 1942 zur Zeit der deutschen Besatzung in Belgien beschlagnahmt wurde. Das Bronzerelief des belgischen Bildhauers Frans Huygelen sei nun an die Stadt Dinant zurückgegeben worden, wie das DHM mitteilte. 

Nach Angaben des Museums entstand das Relief um 1927 und gehört zu einem Denkmal, das der Erschießung von belgischen Zivilisten durch deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg gewidmet ist.

«Lücke in der Versöhnung» geschlossen

Bei der Übergabe des Reliefs durch Museumsleiter Raphael Gross sagte der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien, Martin Kotthaus: «Die glückliche Rückkehr des Bronzereliefs, welches seit 1927 an das Massaker erinnerte, mehr als 80 Jahre nach der Zerstörung des ursprünglichen Denkmals durch die Nazis, schließt eine Lücke in der Versöhnung zwischen Dinant, Belgien und Deutschland». Über 670 Bewohner von Dinant starben laut Kotthaus im Jahr 1914 bei Massakern durch deutsche Soldaten.

Eine Postkarte lieferte den entscheidenden Hinweis

Eine Postkarte aus dem Jahr 1930 zeigte das Bronzerelief als Teil eines Denkmals in der Stadt Dinant, war laut DHM auf einem aktuellen Foto von 2014 aber nicht zu sehen. Daraufhin sei die Beschlagnahmung durch den deutschen Kriegskommandanten von Dinant und Philippeville bestätigt worden. Nach Angaben des Museums liegt es nahe, dass die Gedenktafel in das damalige Heeresmuseum des NS-Regimes gebracht wurde: das Berliner Zeughaus.

DHM klärt Herkunftsgeschichten seit Wiedervereinigung

1952 eröffnete dem DHM zufolge im Zeughaus das neu gegründete Museum für Deutsche Geschichte (MfDG) als zentrales sozialistisches Geschichtsmuseum der DDR. Die Sammlungen des MfDG und des Berliner Zeughauses wurden mit der Wiedervereinigung an das DHM übergeben, das drei Jahre zuvor gegründet wurde.

Seitdem versucht das DHM herauszufinden, wem bestimmte Stücke gehören. Dabei geht es etwa auch um die Frage, ob Kunstwerke im Nationalsozialismus jüdischen Besitzern geraubt wurden und an die Erben zurückgegeben werden können.

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