Drei Schülerinnen ließen sich in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück vor wenigen Wochen fotografieren und zeigten nach Aussagen der Leiterin einen Hitlergruß. An anderen Orten der Verbrechen der Nationalsozialisten hinterließen Besucher extremistische Schmierereien und antisemitische Parolen. Der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll, beklagt eine besorgniserregende Entwicklung.
Gedenkstätten-Direktor: «Ruck nach Rechts» hinterlässt Spuren
Der «Ruck nach Rechts» und wachsender Antisemitismus seit dem Hamas-Terrorangriff auf Israel im Oktober 2023 zeige sich auch in den Gedenkstätten, sagte er bei der Vorstellung der Gedenkveranstaltungen zum 81. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager in Brandenburg. Die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück im Norden Brandenburgs, Andrea Genest, schilderte zudem, Schulen sagten Besuche teils ab mit der Begründung, sie wollten der Gedenkstätte Teile der Schülerschaft nicht zumuten.