Der Brandenburger AfD-Landtagskandidat Roman Kuffert hat eine Mitarbeit beim ehemaligen DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) eingeräumt. Allerdings habe die kurze Zusammenarbeit der «Verschleierung einer Fluchtvorbereitung» gedient, sagte Kuffert am Dienstag auf Anfrage. Kuffert kandidiert für die Landtagswahl am 22. September als AfD-Direktkandidat im Landkreis Barnim. Zunächst hatte die «Bild»-Zeitung am Montag darüber berichtet.
Kuffert sagte, es habe keine Kooperation mit der Stasi gegeben. Er habe der Stasi bewusst Falschinformationen in den Vernehmungen präsentiert und sei lediglich «IM-Kandidat» gewesen. Die Bezeichnung «IM» steht für «Inoffizieller Mitarbeiter». «Die Stasi hat absolut nichts von mir erfahren», sagte der AfD-Politiker. Er sei tief in einem Umfeld von Dissidenten verankert gewesen.
Aus seiner Akte gehe hervor, dass er nicht über bedeutsame Zusammenhänge berichtet habe, sagte der 65-Jährige mit Blick auf seine Stasi-Akten aus dem Jahr 1979. Nach nur wenigen Wochen sei die Stasi-Mitarbeit seitens der Behörde «auf Grund von Unzuverlässigkeit und erwiesener Unehrlichkeit» eingestellt worden. Das belege ein Vermerk der Behörde. Kurz darauf stellte die Stasi laut Kuffert fest, dass «jegliche Zusammenarbeit durch sein Nichterscheinen zu Treffs verhindert wurde und zahlreiche persönliche Kontaktaufnahmen (...) erfolglos blieben».