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Saison der Radtouren beginnt in Brandenburg

Brandenburg hat 29 Radfernwege. (Symbolbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa
Brandenburg hat 29 Radfernwege. (Symbolbild) / Foto: Patrick Pleul/dpa

Tour de Brandenburg, Gurken, Preußenschlösser: Auf 12.000 Rad-Kilometern gibt es mehr als ein Dutzend Themenrouten – eine sogar fürs Klima. Wer aufs Rad steigen will, kann künftig auch bis nach Polen.

Spätestens zum Mai mit seinen vielen verlängerten Wochenenden startet in Brandenburg die Saison für ausgiebige Radtouren. Es gebe auf rund 12.000 Kilometern ein gut ausgebautes Netz, sagt Tino Freißler vom ADFC Brandenburg. Am beliebtesten sei der Berlin-Kopenhagen-Radweg. 

Vorbei an Fürstenberg/Havel, der Kleinstadt Liebenwalde und dem Kloster Zehdenick biete der Weg in Brandenburg einen «Mix aus städtischem Raum und schöner Natur». Außerdem sei er gut ausgebaut und habe am Wegesrand eine gute Radinfrastruktur. 

Über die Hälfte aller Brandenburgerinnen und Brandenburger steigen gern aufs Rad, heißt es von der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH. Von den Übernachtungsgästen im Land seien es knapp ein Viertel. Als größtes aktuelles Projekt nennt Sprecherin Birgit Kunkel den Radweg Berlin-Stettin-Kolberg. 

«Ein Teil der Strecke ist schon am Netz; große Teile der Radinfrastruktur gibt es schon, aber einige Lücken müssen noch geschlossen werden.» Bis Ende Januar 2027 soll der grenzüberschreitende Radweg nach Polen fertig sein - Federführung für Brandenburg hat der Landkreis Uckermark. 

Tausende Kilometer Regionales und Überregionales 

Neben den überregionalen Strecken wie Oder-Neiße-Radweg (599 km Gesamtlänge), Spree-Radweg (410 km Gesamtlänge), Elbe-Radweg (1.120 km Gesamtlänge) und Havel-Radweg (396 km Gesamtlänge) bietet Brandenburg laut Tourismus-Marketing auch mehr als ein Dutzend Themen-Radwege an. Das sind zum Beispiel: 

• Tour Brandenburg (1.111 km): Die Tour führt rund um Berlin durch das ganze Land Brandenburg. Auf dem Weg liegen 31 Städte, elf Naturparke, drei Biosphärenreservate und ein Nationalpark. 

• Märkische Schlössertour (188 km, Seenland-Oder-Spree): Preußen pur gibt es an den Adelssitzen und Herrenhäusern außerhalb von Berlin und Potsdam. 

• Kohle-, Wind-, & Wasser-Tour (252 km, Elbe-Elster-Land): Vorbei an Flüssen, Wiesen, Wäldern und zahlreichen Tagebauseen gibt es an 13 Stationen Geschichte rund um Energie. 

• Gurkenradweg (257 km, Spreewald, Dahme-Seenland, Niederlausitz): Die Tour führt durch das Unesco-Biosphärenreservat vorbei an Fließen, Dörfern, Gurkenfeldern und Anbau- und Verarbeitungsbetrieben. 

Ein an den Klimawandel angepasster Radweg 

Eine ungewöhnliche Route hat in Brandenburg erst im vergangenen Jahr eröffnet: die «Kühle Spur» in der Lausitz. Mit Trinkbrunnen, Schattenspendern und Badestellen ist die Strecke ein an den Klimawandel angepasster Radweg. Entwickelt haben ihn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). 

Fahrradfreundliche Unterkünfte finden sich laut ADFC beispielsweise auf bettundbike.de. Hier seien 450 Orte in Brandenburg und Berlin verzeichnet, von der kleinen Privatpension über Campingplätze, Ferienwohnungen, Hotels, Pensionen und Gasthöfe, so Freißler.

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