Die Trockenheit macht sich in Brandenburg weiter bemerkbar. Der Großteil der Flüsse hat nur noch Niedrigwasser, wie aus Daten des Landesamtes für Umwelt (LfU) hervorgeht. «Die Entwicklung ist mit Blick auf die vorliegende langjährige Statistik extrem», sagte ein LfU-Sprecher.
Die Wasserstände vieler grundwassergespeister Seen hätten einen Allzeit-Tiefststand erreicht und auch fast alle Grundwasserleiter im Land befänden sich nahe an ihren historischen Tiefstständen und lägen teils sogar schon darunter.
«Auch wenn wir im Sommer regelmäßig Niedrigwasserphasen erleben, ist die Dauer und räumliche Ausdehnung momentan besonders», betonte der Sprecher. Der Abflusswert der Flüsse unterschreite vielerorts die Warnstufe, was über einen längeren Zeitraum zu Schäden am Ökosystem der jeweiligen Flüsse führen könne.
Großes Sorgenkind bleibt mit Blick auf die Wasserversorgung in der Hauptstadtregion die Spree. Sie führt derzeit so wenig Wasser, dass die Verantwortlichen in Berlin, Brandenburg und Sachsen alarmiert sind. Eine kurzfristig einberufene länderübergreifende Arbeitsgruppe soll nun Maßnahmen abstimmen, um die Wassermenge wieder zu erhöhen, wie das Landes-Umweltamt mitteilte.