Brandenburgs Agrar- und Umweltministerin Hanka Mittelstädt hat einen zu sorglosen Umgang mit Wasser angesichts des Klimawandels und sinkender Grundwasserspiegel beklagt. Die SPD-Politikerin geht davon aus, dass der Wasserpreis künftig steigen müsste.
Wasser sei in der jetzigen Situation noch zu günstig, sagte Mittelstädt der Deutschen Presse-Agentur. Das führe dazu, «dass wir mittags die Pools füllen, führt dazu, dass wir mittags nach wie vor in den Gärten die Sprinkleranlagen sehen».
Sie rief zu mehr Sensibilität beim Wasserverbrauch auf. «Da Wasser ein gesamtgesellschaftliches Anliegen ist, muss die gesamte Gesellschaft auch dafür einstehen», sagte Mittelstädt. Sie macht rund um Themen zum Wasser derzeit eine Sommertour in unterschiedlichen Regionen Brandenburgs.
Nach Angaben des Amtes für Statistik lag das Entgelt für die Trinkwasserversorgung privater Haushalte in Brandenburg im vergangenen Jahr bei 1,82 Euro je Kubikmeter.