Der mit Antisemitismusvorwürfen konfrontierte Betreiber Oyoun muss das Kulturzentrum in der Lucy-Lameck-Straße in Berlin-Neukölln spätestens zum Jahresende verlassen. Der Kulturstandort wird neu ausgeschrieben, der Neubetrieb mit einem neuen Konzept soll zum 1. Januar 2025 starten. Das geht aus einer Antwort der Kulturverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor, über die zuerst die Zeitung «nd» berichtete. Demnach soll die Ausschreibung im Spätsommer erfolgen. Eine Entscheidung über den neuen Betreiber werde dann voraussichtlich im Spätherbst 2024 getroffen.
«Die Entscheidung, ein neues Betreiberkonzept für das Kulturzentrum an der Lucy-Lameck-Straße zu suchen, entspricht dem Landesinteresse an Kulturangeboten und kultureller Bildung, die die Vielfalt der kulturellen und politischen Diskussionsräume nicht verengen, sondern erweitern», erklärte die Kulturverwaltung von Senator Joe Chialo (CDU) in ihrer Antwort. «Die Kulturschaffenden Berlins sind mit der Neuausschreibung eingeladen, sich dafür zu bewerben.»