Die Forderung des neuen CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers, die seit Jahren diskutierte Randbebauung des Tempelhofer Felds mit Wohnungen ohne neuen Volksentscheid oder Bürgerbefragung durchsetzen, sorgt für Widerspruch. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach stellte sich generell gegen eine Bebauung der riesigen Freifläche. «Berlin braucht diese Fläche zum Atmen, mein Ziel ist hier keine Bebauung, sondern eine grüne Lunge für die Stadt», sagte er der Deutschen-Presse Agentur.
Der AfD-Politiker Harald Laatsch verwies darauf, dass es in Berlin nur ein einziges Gesetz gebe, das unmittelbar von den Bürgern per Volksentscheid beschlossen worden sei – nämlich das Tempelhof-Gesetz, das eine Bebauung ausschließt. «Ein Gesetz, das von den Bürgern beschlossen wurde, kann legitim auch nur von den Bürgern wieder abgeschafft werden», sagte er. «Es müsste also entweder ein zweiter Volksentscheid stattfinden oder der Senat müsste ein Gesetz verabschieden, das Volksbefragungen ermöglicht.»