Die Naturschutzverbände im Brandenburger Klimabündnis haben der Landesregierung ein schlechtes Zeug mit Blick auf den Klimaschutz ausgestellt. «Aus unserer Sicht erleben wir einen Rollback», sagte Björn Ellner, Landesvorsitzender des Naturschutzbundes Nabu in Brandenburg. Es gebe zwar ein Bekenntnis zum Klimaschutz. «Aber was wir sehr vermissen, sind die entsprechenden Taten.»
Als Beispiele führte Ellner unter anderem ein Moorrenaturierungsprojekt im Niederoderbruch an. Die Landesregierung habe dieses Projekt zur Wiedervernässung der Moore nicht weiter unterstützt. Außerdem wolle das Land absehbar den Verkehr sogenannter Plusbus-Linien nicht mehr fördern - diese Busse verbinden mittelgroße Städte im ländlichen Raum. In den dünn besiedelten Gebiete werde der Wegfall der Linien die Verkehrswende erheblich behindern.
«Wir beobachten, dass die Landesregierung nicht die nötigen Aktivitäten unternimmt, um solche Dinge langfristig zu sichern», erklärte Ellner. Es dürften nicht nur Lippenbekenntnisse von der Landesregierung kommen, sagte auch Joyce-Ann Syrhe vom Naturschutzbund BUND. Bei der Haushaltsaufstellung befürchte man, dass der Klimaschutz herunterfallen könnte.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten