Rund 30 Jahre nach dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte wird der Großteil ehemals militärisch genutzter Flächen in Brandenburg mittlerweile anders genutzt. Von den rund 100.000 Hektar übernommenen Flächen seien inzwischen etwa 91.500 Hektar für zivile Zwecke erschlossen, sagte Brandenburgs Finanzminister Daniel Keller (SPD) in Rangsdorf zum Auftakt einer Veranstaltungsreihe zur Konversion, also der Umwandlung von ehemaligen Militärflächen. «Gerade diese Verbindung von Erinnerung und neuer Nutzung macht viele Konversionsprojekte besonders.»
Die militärischen Flächen waren häufig in einem schwierigen Zustand, teilweise in hohem Maß belastet mit Kampfmitteln und Altlasten, dazu gehörten Giftstoffe oder Schwermetalle, wie Keller sagte. Inzwischen sind dort Wohnquartiere, Gewerbegebiete, Forschungs- und Bildungsstandorte, Natur- und Landschaftsschutzgebieten entstanden. So wird etwa der ehemalige Flugplatz Rangsdorf (Kreis Teltow-Fläming) zu einem Wohnquartier umgewandelt.