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Brandenburg: Fast 91.500 Hektar ehemaliger Militärflächen zivil genutzt

Nach 1994 hatte das Land rund 100.000 Hektar ehemals militärisch genutzter Flächen übernommen. (Archivbild) / Foto: Jens Kalaene/dpa
Nach 1994 hatte das Land rund 100.000 Hektar ehemals militärisch genutzter Flächen übernommen. (Archivbild) / Foto: Jens Kalaene/dpa

Rund 30 Jahre nach dem Abzug sowjetischer Truppen sind in Brandenburg etwa 91.500 von 100.000 Hektar ehemaliger Militärflächen für zivile Zwecke erschlossen.

Rund 30 Jahre nach dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte wird der Großteil ehemals militärisch genutzter Flächen in Brandenburg mittlerweile anders genutzt. Von den rund 100.000 Hektar übernommenen Flächen seien inzwischen etwa 91.500 Hektar für zivile Zwecke erschlossen, sagte Brandenburgs Finanzminister Daniel Keller (SPD) in Rangsdorf zum Auftakt einer Veranstaltungsreihe zur Konversion, also der Umwandlung von ehemaligen Militärflächen. «Gerade diese Verbindung von Erinnerung und neuer Nutzung macht viele Konversionsprojekte besonders.»

Die militärischen Flächen waren häufig in einem schwierigen Zustand, teilweise in hohem Maß belastet mit Kampfmitteln und Altlasten, dazu gehörten Giftstoffe oder Schwermetalle, wie Keller sagte. Inzwischen sind dort Wohnquartiere, Gewerbegebiete, Forschungs- und Bildungsstandorte, Natur- und Landschaftsschutzgebieten entstanden. So wird etwa der ehemalige Flugplatz Rangsdorf (Kreis Teltow-Fläming) zu einem Wohnquartier umgewandelt.

Land erzielte 2025 durch Verkäufe 6,1 Millionen

Im vergangenen Jahr veräußerte das Land nach eigenen Angaben rund 796 Hektar ehemalige Militärflächen und erzielte Einnahmen von etwa 6,1 Millionen Euro. Welche Projekte entstehen daraus?

Eine rund 794 Hektar große Fläche des ehemaligen Truppenübungsplatzes Heidehof (Kreis Teltow-Fläming) wurde an die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg - Die Wildnisstiftung verkauft, um Naturschutzflächen zu sichern. Ein weiteres Beispiel: Eine kleine Teilfläche des Flugplatzes Werneuchen sei an die Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH verkauft worden, die eine Rettungswache errichten wolle, teilte das Finanzministerium mit.

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