Mehrere Gewerkschaften fordern in Berlin ein Umdenken bei der Kostenbeteiligung der Fußball-Clubs an Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen. Dabei richten sie Kritik an Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD).
«Es ist nicht einsehbar, warum bei knappen öffentlichen Kassen der Steuerzahler die erhöhten Kosten von Risikospielen bezahlen soll, während die DFL damit Geld verdient», sagte Frank Becker, Vorsitzender von DBB Beamtenbund und Tarifunion Berlin. Sie in die Pflicht zu nehmen, sei angesichts der angespannten Berliner Haushaltslage absolut überfällig.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) war am Dienstag im Streit um eine Beteiligung der Dachorganisation an den Polizeikosten für Hochrisikospiele am Bundesverfassungsgericht gescheitert. Ihre Verfassungsbeschwerde gegen eine entsprechende Regelung aus Bremen blieb ohne Erfolg, wie der Erste Senat in Karlsruhe verkündete. (Az. 1 BvR 548/22).