Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hält den Zaun um den Görlitzer Park samt abschließbarer Tore für den falschen Ansatz. «Ich würde den Park wieder öffnen», sagte Eralp der Deutschen Presse-Agentur, die bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus im September 2026 den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) herausfordert.
«Ich bin oft im Görlitzer Park, mit den Kindern, aber auch weil das mein bisheriger Wahlkreis ist.» Das meiste Kriminalitätsgeschehen finde gar nicht im Park statt, sondern in dessen Umfeld. «Und auch nicht primär in der Nacht, sondern tagsüber», sagte Eralp. «Deshalb macht diese Schließung in der Nacht, wenn man damit Kriminalität bekämpfen will, gar keinen Sinn.»
Die Folge sei eher, dass Menschen aus dem Park in die Hauseingänge in der Nachbarschaft verdrängt würden. «Es beschweren sich dann natürlich die Anwohner, wenn Menschen sich dort eine Spritze setzen und dann Utensilien da rumliegen oder in den Hof uriniert wird», so die Linke-Politikerin.
«Das findet aber verstärkt statt, wenn Menschen aus dem Park verdrängt werden. Deshalb halte ich das für eine absolut unsinnige Maßnahme, die Steuermittel vergeudet», kritisierte Eralp. «Und deswegen würde ich den Park auf jeden Fall wieder öffnen.»