Unter erhöhtem Schutz wollen queere Menschen am Samstag in Eberswalde im nordöstlichen Brandenburg bei einem Christopher Street Day (CSD) auf die Straße gehen. Nach dem gewaltsamen Angriff einer Gruppe Vermummter auf ein Fest für Vielfalt im knapp 20 Kilometer entfernten Bad Freienwalde stockt die Polizei ihren Kräfteeinsatz auf. Zudem will sich am Samstagnachmittag auch die AfD auf dem Marktplatz der Stadt versammeln. Brandenburgs Polizeipräsident Oliver Stepien plant laut Behörde, sich die Lage vor Ort anzuschauen.
CSDs sehen sich deutschlandweit zunehmend queerfeindlichen Attacken ausgesetzt. Gruppen junger Rechtsextremisten rufen zu Gegenaktionen auf. In Berlin-Marzahn etwa ist am Samstag eine Demonstration aus der rechtsextremistischen Szene gegen eine «Pride Parade» angemeldet.