Im Berliner Bundestagswahlkreis Tempelhof-Schöneberg bleibt es trotz der Neuauszählung von elf Wahllokalen und eines sehr geringen Stimmabstands beim ersten Platz für die Grünen. Auf dem zweiten Platz folgt die CDU. Das stellte der Kreiswahlausschuss am Mittag nach längeren Debatten fest.
Die neuen Auszählungen zeigten einige Fehler und ergaben Veränderungen bei Erst- und Zweitstimmen einiger Parteien, aber nur auf einem sehr niedrigen Niveau.
Der Vorsprung des Grünen-Direktkandidaten Moritz Heuberger vergrößerte sich von 61 auf 66 Stimmen, er erhielt 45.639 Erststimmen (24,7 Prozent). Zweiter bleibt der CDU-Kandidat Jan-Marco Luczak mit 45.573 Erststimmen (24,6 Prozent). In den Bundestag zieht er über die Liste ein.
Eine neue Auszählung des gesamten Wahlkreises Tempelhof-Schöneberg mit rund 186.000 abgegebenen Stimmen in 339 Urnen- und Briefwahllokalen, die Luczak forderte, wurde vom Kreiswahlausschuss abgelehnt. Ein entsprechender Antrag eines Beisitzers des Ausschusses, der die CDU vertrat, wurde von Vertretern der Grünen und SPD und der Kreiswahlleiterin überstimmt.