Das Stadtparlament in Strausberg wird voraussichtlich noch im April Einsprüche gegen die Stichwahl zum Bürgermeisteramt prüfen. Der Vorsitzende Steffen Schuster kündigte an, er wolle für den 27. April eine Stadtverordnetenversammlung einberufen. Darin solle die Wahl bestätigt und die Entscheidung über mögliche Wahleinsprüche auf der Tagesordnung stehen. «Mir liegt bisher kein Wahleinspruch vor», sagte Schuster.
Um die Haupt- und die Stichwahl schwelt ein Rechtsstreit. Der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD), hatte den ersten Durchgang im Februar wegen möglicher Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt und die Stichwahl gestoppt. Er unterlag mit dem Stopp vor Gericht. Die Stichwahl fand zwei Wochen später am 29. März statt. Schmidt kündigte an, Einspruch gegen die Stichwahl einzulegen. Die Linke in Strausberg will dies voraussichtlich auch machen.