Der stellvertretende FDP-Landeschef in Berlin, Sebastian Czaja, tritt aus seiner Partei aus. «Es besteht die Gefahr, dass eine radikalisierte Linkspartei Führungsverantwortung übernimmt», sagte Czaja «Bild». «Und da muss man sich eben die Frage stellen: Ist es nicht besser, ein bürgerliches Lager zu formen, zu unterstützen und das als engagierter Bürger zu tun? Und das will ich tun.» Er wolle bei der Abgeordnetenhauswahl im Wahlkampf ein «bürgerliches Lager» unterstützen, das sich hinter den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) stelle. Die Wahl ist am 20. September.
Umfrage sieht keine Mehrheit mehr für Schwarz-Rot in Berlin
In einer am 25. Februar veröffentlichten Wahlumfrage des Instituts Insa für die «Bild» kam die CDU auf 22 Prozent - das sind sechs Punkte weniger als bei der Wahl 2023. Die aktuelle schwarz-rote Koalition hätte nach der Umfrage allerdings keine Mehrheit mehr. Theoretisch möglich wären Dreierbündnisse - etwa aus SPD (16 Prozent), Linke und Grünen (jeweils 15 Prozent) oder aus CDU, SPD und Grünen. Die AfD käme auf 17 Prozent, die FDP würde mit vier Prozent dagegen erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
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