In den Brandenburger Landkreisen und den vier kreisfreien Städten sind fast 19.000 Syrerinnen und Syrer registriert. Von den 18.954 syrischen Staatsangehörigen Ende Februar lebten rund 62 Prozent aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen im Land, teilte das Ministerium für gesellschaftlichen Zusammenhalt unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit. Die übrigen Syrer lebten zum Beispiel aus familiären Gründen in Brandenburg oder ihr Asylverfahren sei noch nicht abgeschlossen.
Merz: Zielmarke von 80 Prozent für Rückkehr
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte nach einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa am Montag im Kanzleramt als Zielmarke genannt, dass in den nächsten drei Jahren 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren sollten. Der Kanzler fügte hinzu, dass sich al-Scharaa dies wünsche. Er betonte seinerseits, dass der Bürgerkrieg in Syrien zu Ende sei und es grundsätzlich die Perspektive zur Rückkehr gebe.
Ministerium: Keine verlässliche Aussage zur Realisierung möglich
Vier Fünftel der in Kreisen und kreisfreien Städten registrierten Syrer in Brandenburg wären rund 15.000 Menschen. Das Brandenburger Ministerium für gesellschaftlichen Zusammenhalt erklärte, eine Aussage zur Frage der Umsetzbarkeit sei nicht verlässlich möglich. «Inwieweit die vom Bundeskanzler genannte Zielgröße von 80 Prozent realisiert werden kann, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die zum Großteil außerhalb der Zuständigkeit der Länder liegen», teilte eine Sprecherin mit. Dazu zählten die Bereitschaft Syriens zur Rücknahme und die Dauer von Widerrufsverfahren des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.
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