Brandenburgs Minister für gesellschaftlichen Zusammenhalt, René Wilke, hält an der umstrittenen Wohnsitzauflage für Migranten fest. Er setzt damit auf eine bessere Integration. «Ich habe die Wohnsitzauflage forciert und halte auch daran fest - auch wenn es Kritik und Argumente gibt, die man durchaus hören kann», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Aber unter dem Strich muss das größte Ziel sein, den Integrationsprozess zu sichern, indem wir ihn handhabbar halten für alle Seiten.»
Mit der Wohnsitzauflage dürfen Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis, die Kreisen zugewiesen sind, nicht einfach in Städte umziehen. Sie ist auch eine Reaktion auf Gewalt an Schulen wie in Cottbus und auf Probleme in Städten. Minister Wilke will die Verteilung von Migranten damit gezielter steuern und eine Konzentration in bestimmten Städten verhindern. Er hatte von einer Kurskorrektur gesprochen.