Nach der Entdeckung einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle muss aus Sicht von Brandenburgs Innenminister auch am Flughafen BER mehr in die Drohnenabwehr investiert werden. «Der Flughafen Berlin Brandenburg ist nicht nur Verkehrsflughafen, sondern auch Regierungsflughafen», sagte Redmann nach einem Gespräch am BER mit Flughafenchefin Aletta von Massenbach, der Bundespolizei und der Deutschen Flugsicherung. Der Innenminister spricht von einer verschärften Sicherheitslage nach dem Vorfall in Leipzig.
Fast 30 Drohnen im ersten Halbjahr am BER
Am Flughafen BER wurden im ersten Halbjahr so viele Drohnen gesichtet wie an keinem anderen deutschen Flughafen. 28 solcher Flugobjekte registrierte der Tower in Schönefeld in den ersten sechs Monaten, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) mitteilte. Das war eine Sichtung mehr als im selben Zeitraum am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main. In sieben Fällen musste der Flugverkehr am BER deswegen vorübergehend unterbrochen werden.
Redmann will Gesetzentwurf vorlegen
Brandenburgs Innenminister Redmann will noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorlegen, der es Betreibern kritischer Infrastruktur wie Kraftwerken und Rechenzentren erlauben soll, selbst Drohnen abzuwehren. Vor der Sommerpause im kommenden Jahr könnte er vom Landtag beschlossen werden, teilte das Ministerium mit.
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