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Linke: Wahlkampf im Osten ist vor allem emotional

Linke: Wahlkampf im Osten ist vor allem emotional
Die Linke will vorherrschende Ängste nicht verschärfen, sondern ihnen anders begegnen. / Foto: Jan Woitas/dpa
Von: DieBrandenburger News
Im Osten wird nicht «komisch gewählt», die Menschen dort haben einfach besondere Ängste und Sorgen, sagt Linken-Politikerin Eva van Angern. Wie sollte damit umgegangen werden?

Der Kampf um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler ist in Ostdeutschland aus Sicht der Linken-Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, Eva von Angern, stark von Emotionen geprägt. In Sachsen-Anhalt werde von der extremen Rechten mit wesentlichen Emotionen wie Angst gespielt, sagte die Politikerin. Politisch erfolgreich seien die Parteien, die den Sorgen der Menschen begegneten und darauf reagierten.

Auch weil Kitas und Schulen geschlossen würden, die Infrastruktur zurückgebaut werde und Dorfkneipen verschwinden, werde unter den Menschen in Ostdeutschland immer wieder von einer «Wende 2.0» gesprochen, betonte die Linken-Politikerin. Das zeige, dass der Grund für Sorgen der Menschen auch Erfahrungen aus DDR-Zeiten seien. Ängste dürften nicht - wie von der AfD - verschärft werden. Vielmehr müsse eingeordnet und aufgeklärt werden. «Das direkte Gespräch ist dabei das wichtigste», sagte von Angern. 

Besondere Ängste brauchen besonderen Umgang

Die Emotionen ernst zu nehmen bedeute auch, gesamtdeutsch darauf zu schauen, betonte die Politikerin aus Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit der Linken-Spitzenkandidatin aus Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg, und der Berliner Spitzenkandidatin Elif Eralp setzt sie sich für eine Stärkung der ostdeutschen Perspektiven ein. Sorgen und Ängste dürften nicht weiter «über den Tellerrand geschoben werden», forderte von Angern. 

In Sachsen-Anhalt wird in rund einer Woche ein neuer Landtag gewählt. Zwei Wochen später wird in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Zwar seien ihre drei Bundesländer unterschiedlich. Die Probleme, die die Menschen bewegen, seien jedoch dieselben, erklärten die Spitzenkandidatinnen. «Wir wollen lebenswerte Bundesländer, in denen junge Menschen bleiben können, weil sie hier Ausbildung, Arbeit, Wohnungen» sowie gute Perspektiven fänden, erklärten sie als ihr gemeinsames Ziel.

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