Vor dem Hintergrund der umstrittenen Vergabe von Fördermitteln für Antisemitismusprävention hat Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp weitere Konsequenzen gefordert. «Christian Goiny und Dirk Stettner müssen ihr Mandat zurückgeben», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Die beiden Abgeordneten haben die Förderlisten eingereicht, sie haben die Senatorin unter Druck gesetzt.»
CDU-Fraktionschef Stettner und der CDU-Haushaltsexperte Goiny hätten bisherige Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) gedrängt, rechtswidrig zu handeln und auch ihre Befugnisgrenzen überschritten.
«Sie sind Teil der Legislative. Die Senatorin ist Teil der Exekutive - und die Exekutive macht die Vergabeverfahren», sagte Eralp. «Und hier haben die beiden Männer diese Vergabeverfahren maßgeblich gemacht. Insofern muss Wegner mal auf den Tisch hauen und sagen: So, ihr beiden müsst jetzt auch gehen», so die Linke-Politikerin.
Linke und Grüne kritisieren schon länger, die Fördermittel seien nach unklaren Kriterien und auf Druck aus der CDU-Fraktion vergeben worden. Stettner und Goiny werfen sie unzulässige Einflussnahme vor. Die beiden CDU-Abgeordneten haben die Kritik mehrfach zurückgewiesen.