Der Landrat des Kreises Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt, hat den ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahlen in Strausberg für ungültig erklärt. Wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten in der Briefwahl fordert der SPD-Politiker, die Wahl zu wiederholen, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Die Wahl fand am 15. Februar statt.
Bürgermeisterkandidat mit Postfiliale
Der Landrat sieht Auffälligkeiten, auch im Zusammenhang mit Bürgermeisterkandidat Patrick Hübner. Hübner hatte im ersten Wahlgang mit einem Anteil von 22,5 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Knapp dahinter lag Kandidatin Annette Binder, ebenfalls parteilos, mit einem Anteil von 21,2 Prozent. Die Stichwahl sollte am 15. März stattfinden. Das Aussenden der Briefwahlunterlagen für diesen zweiten Wahlgang sei nun gestoppt worden, sagt Schmidt.
Die Auffälligkeit begründet Schmidt in einem Schreiben an Bürgermeisterin Elke Stadeler folgendermaßen: Im Geschäft des Kandidaten Hübner, einer Rösterei, befindet sich das Postfach der Stadt Strausberg, in dem die per Post eingereichten Wahlunterlagen ankommen. Es sei auffällig, dass ein «außergewöhnlich großer Anteil der Wahlbriefe» nicht den Weg zurück vom Wähler zur Wahlbehörde gefunden hätten.