Die SPD leidet aus Sicht ihres Spitzenkandidaten für die Berliner Abgeordnetenhauswahl, Steffen Krach, unter einem Glaubwürdigkeitsverlust. Dies sei auch der Grund für die aktuell schlechten Umfragewerte, sagte Krach im «Politico»-Podcast «Berlin Playbook». «Wir haben nicht mehr die Glaubwürdigkeit, weil wir immer wieder Kompromisse eingehen müssen.» So setze sich die SPD zwar für eine Vermögensteuer ein, könne aber ihre zentralen Projekte nicht durchsetzen. Die Partei müsse aufpassen, sich nicht «bis zur Unkenntlichkeit» zu verbiegen, sagte Krach. Gegen neue Personaldebatten Weitere Personaldebatten lehnte er ab. «Wir haben in den letzten Jahren ja häufig genug Parteivorsitzende und auch sonstige Personen ausgetauscht», sagte er. Das Kernproblem sei nicht das Personal, sondern, dass sozialdemokratische Positionen in Regierungskoalitionen nicht durchgesetzt würden. «Es ist eine Gesamtperformance der SPD, und daran müssen wir alle gemeinsam arbeiten. Im Bund, in den Ländern und in den Kommunen», sagte Krach auf die Frage nach der Rolle der Parteichefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil. Zuletzt hatte die SPD in einer Umfrage des Instituts Forsa für die Berlinwahl mit 12 Prozent abgeschlagen hinter Linken, CDU, AfD und Grünen auf Platz 5 gelegen. Die Linke kam auf 22 Prozent, CDU und AfD lagen bei jeweils 18 Prozent, die Grünen bei 16 Prozent. Gewählt wird am 20. September in Berlin. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten