Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Brandenburg blickt mit Sorge auf eine immer enthemmter agierende rechte Jugendszene. Die Beamten beobachteten eine zunehmende Verrohung und sinkende Hemmschwellen für Gewalt, sagte die Vorsitzende der Brandenburger GdP, Anita Kirsten. «Diese Entwicklung erfordert eine klare und gemeinsame Antwort von Sicherheitsbehörden, Politik und Gesellschaft.»
Auffällig sei, dass Gegenproteste - wie etwa bei CSD-Veranstaltungen - vermehrt von sehr jungen Personen getragen würden. Diese würden teilweise aggressiv auftreten, sagte Kirsten. Ein Problem sei, dass die rechtsextreme Szene ihre Ansprache in den letzten Jahren gezielt auf Jugendliche ausgerichtet habe. Diese Entwicklung stelle die Polizei vor Herausforderungen – «insbesondere dann, wenn Beteiligte noch nicht strafmündig sind».