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AfD-Ortsvorsteherin in Ahrensfelde - Kritik an SPD und CDU

AfD-Ortsvorsteherin in Ahrensfelde - Kritik an SPD und CDU
Die Wahl einer AfD-Ortsvorsteherin in Ahrensfelde-Lindenberg sorgt für Kritik. (Symbolbild) / Foto: Carsten Koall/dpa
Von: DieBrandenburger News
In einem Ortsteil von Ahrensfelde wird eine AfD-Kandidatin gewählt. Die Bewerberin der Freien Wähler kann sich nicht durchsetzen. Die Bürgerbewegungen sprechen von Doppelmoral bei SPD und CDU.

Die Wahl der AfD-Politikerin Inka Länger zur Ortsvorsteherin in einem Ortsteil der Gemeinde Ahrensfelde im Landkreis Barnim stößt auf Kritik. Die Freien Wähler warfen SPD und CDU vor, mit ihren Stimmen für die AfD-Kandidatin in Lindenberg die sogenannte Brandmauer einzureißen. «Gilt die viel zitierte Brandmauer nur dann, wenn sie anderen Parteien vorgehalten werden kann?», fragte der Landesvorsitzende von BVB/Freie Wähler, Péter Vida, laut Mitteilung.

Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein. Die Kandidatin der AfD in Ahrensfelde-Lindenberg erhielt nach Angaben der Freien Wähler drei Stimmen, die Bewerberin Evelyn Freitag von BVB/Freie Wähler bekam zwei Stimmen. Im Januar war AfD-Kandidat Jürgen Heinicke zum Ortsvorsteher gewählt worden, nachdem CDU-Ortsvorsteher Frank Meuschke gestorben war. Im Ortsbeirat sind AfD, CDU, SPD, BVB/Freie Wähler und Bürger für Ahrensfelde vertreten.

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SPD: Keine Zusammenarbeit mit AfD 

SPD-Generalsekretär Kurt Fischer verwies darauf, dass es keine Kooperation zwischen SPD und AfD gebe: «Eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD kann und wird es mit der Sozialdemokratie nicht geben. Wer gegen diesen Grundsatz verstößt, wird Konsequenzen in der SPD erfahren.»

Fischer, der auch Vorsitzender der SPD Barnim ist, sagte: «Als SPD Barnim nehmen wir die Vorwürfe zur geheimen Wahl der Ortsvorsteherin im Ahrensfelder Ortsteil Lindenberg sehr ernst und werden den Vorgang mit unserem Vertreter im Ortsbeirat besprechen und aufarbeiten.»

CDU-Ortsbeirat bestätigt Wahl

CDU-Generalsekretär Julian Brüning sagte, die CDU könne den Vorwurf der Freien Wähler zur Ortsvorsteherin aufgrund der geheimen Wahl nicht kommentieren. «Nach wie vor gilt die Beschlusslage der CDU Deutschlands und der CDU Brandenburg, die klar festlegt: Koalitionen sowie anderweitige auf politische Zusammenarbeit ausgerichtete institutionalisierte Kooperationen lehnen wir ab.»

Der CDU-Ortsbeirat Sven Salzmann bestätigte, die AfD-Kandidatin gewählt zu haben. Der Grund sei nicht die AfD gewesen, sagte Salzmann der dpa. «Da waren Gemeinsamkeiten, einfach mit ihr besser aufgestellt zu sein.» Er betonte: «Wir haben nie von einer Brandmauer geredet. Wir sind nicht für die rechte Seite, wir sind nicht für die linke Seite.»

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