Evers attackiert die Linke: «Welten liegen zwischen uns»
Berlins CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hat die Linke am Tag vor der Abgeordnetenhauswahl noch einmal scharf kritisiert. «Es ist eine Entscheidungs-, eine Richtungswahl zwischen zwei Parteien, zwischen denen buchstäblich Welten liegen», sagte Evers beim CDU-Wahlkampfabschluss in Berlin-Steglitz. In Berlin gehe es um eine radikale Linkspartei, in der Judenhass geduldet und Polizistenhass hofiert werde, die die Polizei schwächen und den Verfassungsschutz abschaffen wolle. «Wir sind in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Linken, wirklich jede Stimme zählt», sagte er. «Das war ein Wahlkampf, wie wir ihn noch nie gesehen haben», betonte Evers, der erst Mitte Juli CDU-Spitzenkandidat wurde, nachdem Kai Wegner wegen der anhaltenden Kritik an falschen Angaben zu seinem Verhalten beim Stromausfall im Januar seinen Rückzug bekanntgegeben hatte. Bei seinem Start als Spitzenkandidat habe die CDU in Umfragen auf Platz vier gelegen. «Gefühlt im freien Fall, eine Situation, die sich keiner so gewünscht hat», sagte Evers. «Wir haben uns zurückgekämpft.» «Wir haben das Erstarken der Ränder schon früher gesehen», sagte Evers der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, wie er die starken Werte der Linke in den Umfragen erkläre. «Es ist für radikale Parteien immer leicht, das Blaue vom Himmel zu versprechen», so der Finanz- und Kultursenator. «Ich werde nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Das unterscheidet uns», sagte Evers. «Und ich glaube, es wird dafür sorgen, dass die Linke nicht regiert.» Zur Diskussion um die CDU im Bund, zur Kritik an der Bundesregierung und an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte Evers: «Rückenwind sieht anders aus, aber ich sage mal, wer in Berlin regieren will, der muss sturmerprobt sein. Schönwettersegler brauchen wir nicht.» Am Sonntag wählt Berlin ein neues Landesparlament. Umfragen zufolge liefern sich Linke und CDU ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Wahlsieg. Zuletzt lag die Linke dabei zumeist knapp vorn. Für eine Zweier-Koalition wie bisher aus CDU und SPD gibt es demnach keine Mehrheit. Als möglich gelten Dreier-Koalitionen aus CDU, Grünen und SPD oder aus Linke, Grünen und SPD. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenEvers wirft der Linke leere Versprechungen vor