Nach AfD-internen Querelen hat der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner in Brandenburg sein Konzept der Remigration verteidigt - im Beisein von AfD-Landespolitikerin Lena Kotré. Ein lokales Bündnis protestierte gegen die Veranstaltung in Vetschau im Spreewald. Die AfD-Spitze hatte zuvor interveniert. Das Ganze fand nicht wie erst geplant auf Einladung Kotrés, sondern auf Einladung Sellners statt, der Ort wurde verlegt. Der Vortrag fand in einem Autohaus an der Autobahn statt - mit großem Andrang von Medien und Zuhörern.
Sellner gilt als führende Figur der Identitären Bewegung (IB), die das Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistisch einstuft. «Wenn man Remigration umsetzt, nach dem Prinzip, wie ich es verstehe, werden die parallelen Gesellschaften verschwinden und Deutschland wird in 20, 30 Jahren deutscher sein als heute und nicht verschwunden», sagte Sellner bei einer Pressekonferenz. Im Vortrag vor rund 100 Gästen sagte er später wie Kotré unter Applaus: «Der Islam gehört nicht zu Deutschland.»