Die Koalitionsverhandlungen von SPD und BSW in Brandenburg sind im Endspurt ins Stocken geraten - vor allem wegen der Frage der ausreichenden Mehrheit durch das BSW bei der Wahl von SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke. Nach einer fast vierstündigen Sitzung der BSW-Fraktion war zunächst keine Lösung in greifbarer Nähe. Woidke ließ offen, ob die Gespräche wie geplant diese Woche unter Dach und Fach kommen.
Der BSW-Abgeordnete Sven Hornauf hatte mitten in den Verhandlungen gedroht, wegen Kritik an einer Stationierung des Raketenabwehrsystems Arrow 3 im Fliegerhorst Holzdorf durch den Bund nicht für SPD-Regierungschef Dietmar Woidke im Landtag zu stimmen. Er sieht auch 100 Millionen Euro Strukturmittel für die dortige Region kritisch.