Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat sich für eine stärkere Zusammenarbeit mit Polen ausgesprochen. «Die gelebte deutsch-polnische Freundschaft ist ein wichtiger Beitrag für ein starkes und einiges Europa», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Potsdam. Er freue sich, dass sich die neue Regierung in Warschau offen zeige für eine engere Kooperation mit Deutschland. Die Entwicklung der Grenzregion müsse in Berlin und Warschau wieder stärker in den Fokus rücken.
Woidke ist auf deutscher Seite stellvertretender Vorsitzender der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppe. Vorsitzender ist Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Die Mitglieder der Freundschaftsgruppe kümmern sich um gute Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit. Sachsen und Brandenburg hatten dazu auf ihrer gemeinsamen Kabinettssitzung im April eine Bundesratsinitiative beschlossen. Diese soll am Freitag in den Bundesrat eingebracht werden. Zwischenzeitlich haben sich auch andere Bundesländer - darunter alle ostdeutschen - angeschlossen.