Brandenburgs AfD-Landesvorsitzender René Springer hält schärfere Verhaltensregeln nicht für notwendig, um Vorwürfen der Vetternwirtschaft zu begegnen. «Für Abgeordnete gelten klare rechtliche Vorgaben bei der Beschäftigung von Mitarbeitern. Diese Regeln sind maßgeblich – und sie sind selbstverständlich eingehalten worden», sagte Springer der Deutschen Presse-Agentur. «Es gibt hier keinen Anlass für gezielte journalistische Empörung oder zusätzliche Sonderregeln.»
In Sachsen-Anhalt waren mehrere Fälle bekanntgeworden, in denen Familienangehörige von AfD-Politikern bei anderen Bundestagsabgeordneten beschäftigt worden sind. Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hatte mit Blick auf die Debatte gesagt, es handle sich zwar um Verträge, die rechtskräftig und nicht zu beanstanden seien. Aber: «Ein Geschmäckle hat's.» Der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Stefan Möller hatte sich im «Stern» für schärfere Verhaltensregeln ausgesprochen.