Der Berliner SPD-Politiker Raed Saleh hat angekündigt, in der Landespolitik bleiben zu wollen. «Ich werde nicht für den Bundestag kandidieren, sondern konzentriere mich voll und ganz auf die Landesebene», sagte Saleh im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Der SPD-Fraktionschef trat damit Spekulationen entgegen, er könnte sich nach innerparteilicher Kritik und seinem Scheitern bei der Kandidatur um den Parteivorsitz schon bald aus der Landes-SPD verabschieden.
«Mir ist klar: In Berlin ist weiterhin einiges zu tun. Und ich habe in Berlin mit meiner Fraktion und mit der SPD noch eine Menge vor. Wir wollen gemeinsam als Partei, Fraktion und Senat sozialdemokratische Politik machen», sagte der SPD-Fraktionschef. «Und wir wollen das Ziel 2026 nicht aus den Augen verlieren und alles daran setzen, so viel Vertrauen zurückzugewinnen, dass die Berliner sagen: Es lohnt sich, wieder SPD zu wählen.»
Saleh war von 2020 bis zum vergangenen Samstag auch Co-Vorsitzender der Berliner Landes-SPD gewesen. Zusammen mit der Bezirkspolitikerin Luise Lehmann hatte er sich erneut um den Parteivorsitz beworben. Das Bewerberduo landete bei der Mitgliederbefragung allerdings abgeschlagen auf Platz drei und schied bereits in der ersten Runde aus. Die SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus wählte Saleh aber kurz vor dem Landesparteitag erneut als Vorsitzenden.