Die Berliner Sozialverwaltung will das System zur Unterbringung wohnungsloser Menschen reformieren. Ähnlich wie bei Flüchtlingen soll die Unterbringung künftig zentral auf Landesebene gesteuert werden, wie Sozialstaatssekretär Aziz Bozkurt mitteilte. Die Sozialverwaltung verspricht sich dadurch mehr Einfluss auf Kosten und Qualitätsstandards. Steuern soll den Prozess das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF).
Bisher sind die Bezirke zuständig, die mit einzelnen Anbietern von Unterkünften Verträge abschließen. Das hat hohe Kosten für den Staat und teils unterschiedliche Qualitätsstandards zur Folge. Zum Hintergrund: Pro Person und Tag kostet die Unterbringung im Schnitt 35 Euro.