Berlin: Müller sieht Erpressbarkeit bei Linken-Wahlsiegerin Eralp nach «Spiegel»-Bericht
Berlins ehemaliger SPD-Bürgermeister Michael Müller hält die Linken-Wahlsiegerin Elif Eralp nach dem «Spiegel»-Bericht über ihre Sorge um die Sicherheit ihrer Familie möglicherweise für erpressbar. Wenn Eralp sich nicht traue, in einem Interview klar zu benennen, wogegen sie vorgehen möchte - «das würde bedeuten, dass die Regierende Bürgermeisterin erpressbar ist. Das muss man so klar sagen», sagte Müller im Fernsehsender Phoenix. In einem solchen Fall sei sie nicht frei in ihrer Amtsführung. «Sollte das so stimmen, gibt es da erheblichen Klärungsbedarf und ich glaube eine erneute große Hürde auf dem Weg zu einer Koalition mit dieser Partei.» Der «Spiegel» hatte berichtet, die Linken-Politikerin Eralp befürchte, dass die Sicherheit ihrer Familie in Gefahr sei, wenn sie sich explizit zu einem bekannten Palästina-Aktivisten äußert. Dies gehe aus internen Anmerkungen zu einem Interview hervor, das das Magazin mit ihr geführt hat. Das Dokument wurde demnach versehentlich samt der Kommentare von Eralps Büro an den «Spiegel» geschickt. Eralp, die Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden möchte, und die Linken-Landeschefin Kerstin Wolter wollten sich zunächst nicht äußern. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten