Die AfD in Brandenburg muss ein Wahlkampfvideo nach einer Entscheidung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) löschen oder den Zugriff von Kindern und Jugendlichen verhindern. Die Kommission der Landesmedienanstalten warf der AfD «pauschale Stereotype» in dem Video aus dem Landtagswahlkampf 2024 vor. AfD-Landeschef René Springer spricht dagegen von «Zensur» und kündigt juristische Schritte an.
Es geht um ein Video, das bei X, Facebook, Instagram und Tiktok veröffentlicht wurde. Eine Überprüfung durch das Gremium ergab demnach, dass der Clip «entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte» enthält, mit denen «pauschale Stereotype» bedient würden. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren könnten diese noch nicht einordnen und sollten sie daher nicht sehen.
In dem Video würden Menschen mit dunkler Hautfarbe pauschal in bedrohlichen Darstellungen gezeigt, sagte die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB), Eva Flecken, der Deutschen Presse-Agentur. Die MABB hat als zuständige Medienanstalt den Bescheid an die AfD geschickt.