Die AfD hat auch bei weiteren Stichwahlen keinen hauptamtlichen Bürgermeister in Brandenburg ins Amt gehoben - sie kommt allerdings in Oranienburg und Bad Freienwalde auf über 40 Prozent. In Oranienburg und Kolkwitz war die SPD mit ihren Kandidaten erfolgreich, in Bad Freienwalde die CDU-Kandidatin, in Luckenwalde der parteilose Bewerber. Die AfD zeigt sich dennoch zuversichtlich, während die SPD Licht und Schatten sieht.
SPD will Trendwende bei Wirtschaftsentwicklung
«Die Ergebnisse sind - positiv wie negativ - stark durch die jeweilige Lage vor Ort erklärbar», sagte SPD-Generalsekretär Kurt Fischer der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich sei klar: «Die aktuelle politische Stimmung und wirtschaftliche Lage in unserem Land gibt unseren Kandidierenden keinen Rückenwind. Umso mehr kommt es jetzt darauf an, endlich wieder Zuversicht und eine positive Entwicklung hinzukriegen.»
Der SPD-Politiker kritisierte die CDU-interne Debatte um eine sogenannte Brandmauer gegen die AfD. «Dafür braucht es vor allem Problemlösung statt CDU-Selbstbeschäftigung um eine mögliche Zusammenarbeit mit Rechtsextremen», sagte er. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft die AfD als gesichert rechtsextrem ein. Mehrere früher einflussreiche Unionspolitiker hatten einen Kurswechsel im Umgang mit der AfD gefordert.