Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor der Zerstörung des kulturellen Erbes der Ukraine im russischen Angriffskrieg gewarnt. «Russlands blutiger Angriffskrieg ist auch ein Krieg gegen die Kultur der Ukraine», sagte Steinmeier bei der Eröffnung einer Ausstellung mit Kunst aus Odessa in der Berliner Gemäldegalerie. Die Schau mache dies einem bewusst.
«In zahllosen anderen ukrainischen Städten wurden und werden in diesem Krieg Baudenkmäler beschädigt, Kultureinrichtungen zerstört, Kunstwerke geraubt», sagte Steinmeier. Angriffe auf Museen, Theater, Opern und Bibliotheken zielten darauf ab, das «kulturelle Gedächtnis» der Ukraine auszulöschen.
Die Sonderausstellung zeige aber auch, mit welcher Kraft die Menschen in der Ukraine in Kriegszeiten ihre kulturelle Heimat verteidigten. Sie sei zudem ein «schöner Moment der deutsch-ukrainischen Freundschaft». Steinmeier sicherte der Ukraine weiter Unterstützung vonseiten Deutschlands zu.
Die Bilder seien nicht nur ein «ganz besonderer Kunstgenuss», sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). «Sie sagen uns auch laut und deutlich: Odessa ist Europa, die Ukraine ist Teil unseres gemeinsamen europäischen Kulturerbes.»