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Berlin: Direktor der Deutschen Oper bedauert Rücktritt von Kultursenatorin Wedl‑Wilson

Das Opernhaus ist Mitglied des Berliner Landesverbands Deutscher Bühnenvereine. (Symbolbild)  / Foto: Monika Skolimowska/dpa
Das Opernhaus ist Mitglied des Berliner Landesverbands Deutscher Bühnenvereine. (Symbolbild) / Foto: Monika Skolimowska/dpa

Thomas Fehrle zeigt sich betroffen über den Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl‑Wilson und zweifelt an einer Neubesetzung vor der parlamentarischen Sommerpause.

Der Direktor der Deutschen Oper in Berlin, Thomas Fehrle, bedauert den Rücktritt von Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson. «Mir tut es persönlich sehr leid für Sarah, weil sie hat das wirklich sehr engagiert gemacht und war auch kompetent oder ist kompetent, was ja auch nicht selbstverständlich ist in dem Bereich», sagte er am Samstag in der RBB-«Abendschau». 

Fehrle ist Vorsitzender des Landesverbandes Bühnenverein Berlin, zu dessen Mitgliedern unter anderem das Berliner Ensemble, das Staatsballett Berlin, die Komische Oper und der Friedrichstadt-Palast gehören.

Zwei Monate vor der parlamentarischen Sommerpause des Berliner Abgeordnetenhauses sei fraglich, ob es sich noch lohne, das Amt neu zu besetzen, sagte Fehrle. «Ich würde das eher so sehen, dass wahrscheinlich der Regierende Bürgermeister das Amt zu sich nimmt, und der hat eine Staatssekretärin, und vielleicht sozusagen darüber diesen Bereich stärkt.»

Fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus war Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) am Freitag zurückgetreten. Die 56-Jährige zog damit Konsequenzen aus einem Bericht des Rechnungshofs, der die Förderung mehrerer Projekte im Bereich der Antisemitismusprävention als rechtswidrig bewertet hatte. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) muss damit bereits zum zweiten Mal während seiner Amtszeit eine Nachfolge für den Posten finden.

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