Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen Syrer wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wegen Mordes erhoben. Der 40-Jährige soll 2011 in Syrien als Mitglied einer Miliz Menschen misshandelt, verschleppt sowie in einem Fall auch getötet haben, wie die Ermittlungsbehörde mitteilte.
Die Ermittlungen ergaben demnach, dass der Mann als Vorsteher einer Gruppe der Shabiha-Miliz zwischen April und November 2011 für gewaltsame Übergriffe auf regimekritische Demonstranten im syrischen Aleppo verantwortlich gewesen sein soll. Der Angeklagte und seine Milizionäre hätten mit Stöcken wahllos auf Demonstranten eingeprügelt oder sie mit Elektroschockern angegriffen. Ein Mensch soll an den Folgen dieser Gewalt gestorben sein.